Donnerstag, 19. September 2019
Notruf: 122

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Lengfelden

Um die Jahrhundertwende stand in Lengfelden, am Fischachkanal eine gemauerte Zeugstätte. Hier waren eine 1901 angekaufte größere Saugspritze untergebracht und die dazugehörigen Schläuche gelagert. Die Pappenfabrik Endmoser hatte schon immer sehr großes Interesse am Vorhandensein von Feuerlöschmitteln. Mehrere Arbeiter der Fabrik wurden vom Verwalter dieses Betriebes, Johann Striemitzer, im Feuerlöschwesen ausgebildet.
Nach dieser Vorarbeit kam es dann am 1. Juni 1902 durch Bemühungen von Johann Striemitzer zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Lengfelden.
Der Initiator wurde auch gleich zum ersten Feuerwehrhauptmann gewählt. Unter seiner Leitung wurde bald darauf ein neues Zeughaus gebaut, das rechtzeitig zum 10. Gründungsjubiläum fertiggestellt werden konnte. Für dieses Jubiläum war auch die Weihe der ersten Fahne der FF Lengfelden vorgesehen. Patin sollte die 1975 seliggesprochene Gräfin Maria Theresia Ledochowska sein, die sich schon seit Jahren als große Gönnerin der Feuerwehr erwiesen hatte. Die Gräfin mußte die Patenschaft jedoch ablehnen, weil sie von ihrem Orden nach Rom berufen wurde. Sie erkannte sehr früh, daß Brandschutz nötig ist und erwarb einen damals modernen "Hydrophor", den sie später der Lengfeldener Wehr überließ.
Hauptmann Striemitzer half in den Jahren 1913 und 1914 auch tatkräftig bei der Bildung der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim mit.
Das 50. Gründungsfest der FF Lengfelden, laut Gesetz nunmehr Bestandteil der FF Bergheim als Löschzug, fand zusammen mit der Weihe der zweiten Fahne am 28. Juni 1952 statt. 1953 wurde als erstes Motorfahrzeug ein Opel Blitz mit Pumpe angeschafft.
Die technische Ausrüstung nahm in Lengfelden eine kontinuierliche Entwicklung, auf eine VW-TS 750 folgten 1968 ein Löschfahrzeug und 1978 ein Tanklöschfahrzeug 1000 (beide auf Opel-Blitz Fahrgestellen).
Anläßlich des 75-Jahr-Jubiläums wurde die restaurierte Fahne neu geweiht.
Im Gründungsjahr 1902 zählte die FF Lengfelden 53 aktive Mitglieder, 1960 wurden beim LZ Lengfelden 49 Mann und 1980 62 einsatzbereite Männer gezählt.
Nachfolger von Hauptmann Striemitzer wurden Josef Falkensteiner (Holznerbauer), Silvester Oberholzer (Schmiedemeister), Matthias Nußdorfer (Braitbauer), Johann Streitfellner (Holznerbauer) und Georg Ringerthaler.

 

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Lengfelden Ein Rückblick


1902
Am 1. Juni 1902 fand beim Bräuwirt in Lengfelden die erste Hauptversammlung der neugegründeten Freiwilligen Feuerwehr Lengfelden statt. Die Statuten der k.k. Landesregierung Salzburg zur Gründung der Wehr stammen vom 29. Jänner 1902. 
Mehrere Arbeiter der Pappenfabrik Endmoser wurden vom Verwalter des Betriebes, Johann Striemitzer, im Feuerlöschwesen ausgebildet. Der Initiator wurde auch gleich zum ersten Feuerwehrhauptmann gewählt.
Bei dieser Versammlung meldeten sich 44 aktive und 8 unterstützende Mitglieder zum Beitritt und legten sofort ein Handgelöbnis ab. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit 20 h (Heller) per Monat festgesetzt. Weitere Chargen wurden gewählt: 
Schriftführer: Ludwig Kainzner, Lehrer
Kassier: Aug. Bauernfeind, Bräuwirt
Steiger-Obmann: Gregor Eisl jun.
Spritzenmeister: M. Spreitzhofer, Fabrikarbeiter
Obmann der Schutzmannschaft: Jakob Bermadinger , Gabelmacher
Hauptmann-Stellvertr.: Michael Ringerthaler, Gutsbesitzer.
Die Versammlung beschloß auch, vollzählig dem Landesfeuerwehr-Verband beizutreten.
Gräfin Maria Theresia Ledochowska, Besitzerin der ehemaligen berühmten Papiermühle ob Lengfelden, erwarb einen damals modernen "Hydrophor" , den sie später der Lengfeldner Wehr überließ.

1906
In diesem Jahr fand die Weihe der Feuerwehr-Fahne Kasern statt. Die Wehr in Kasern wurde bereits 1901 gegründet. Nach Auflösung der Wehr 1938 kam die Fahne nach Lengfelden. In der Folge rückte die Lengfeldner Feuerwehr auch zu Begräbnissen der ehemaligen Wehrmänner von Kasern aus.

1910
Im August entstand aus ungeklärter Ursache ein Brand in der Lengfeldner Pappenfabrik. Alle Niederschriften der Wehr über die bis dahin gepflogenen Tätigkeiten sind leider mitverbrannt.

1912
Rechtzeitig zum 10. Gründungsjubiläum konnte ein neues Zeughaus gebaut und fertiggestellt werden. Am 29. Juni fand die Weihe der ersten Fahne statt. Fahnenpatin war Gräfin von Thun und Hohenstein aus Söllheim. Patenverein der FF Lengfelden war die FF Salzburg unter Kommandant Cornelius Reitsamer.
Noch vor diesem Fest wurde die mit einer Goldmedaille ausgezeichnete Oberaschersche Saugpumpe aus der Feuerwehrausstellung in der Hofstallkaserne Salzburg angekauft. Erster Maschinist: Josef Zecha.
Hersteller: Fa. Knaus mit Austro-Fiat-Aggregat.

1929
Vorläufig letztes Protokoll der Feuerwehr Lengfelden (28. Jahreshauptversammlung 24.3.1929). Schriftführer: Anton Schwab.

1935
Durch das Landes-Feuerwehr-Gesetz vom 13. Oktober 1935 kam es zu Strukturänderungen im Feuerwehrwesen. Die Feuerwehren wurden zu Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie wurden autoritär geführt, die Feuerwehr-Führer nicht mehr gewählt, sondern ernannt. 
In 157 Gemeinden mit insgesammt 245.000 Einwohnern gab es 187 Feuerwehren mit rund 13.200 Feuerwehmännern. 
Am 21. Oktober 1935 wurden lt. Protokoll die Feuerwehren Bergheim und Lengfelden zusammengeschlossen. Lengfelden wurde Löschzug IV der Feuerwehr Bergheim.

1938
Nach der Machtübernahme am 13. März 1938 wurde die Feuerwehr in die Feuerschutzpolizei übergeleitet und der höheren Polizeiführung unterstellt. Feuerwehrleute durften nicht mehr in Uniform an kirchlichen Feiern teilnehmen.

1939
Sirenen wurden zur Alarmierung von Luftangriffen reserviert, Brände waren durch Telefon, Telegraf, Feuermelder oder mündlich anzuzeigen. Kirchenglocken durften zwischen 8 Uhr und 18 Uhr bis zu 6 Minuten für den Gottesdienst geläutet werden. Sonst waren sie für die Feuerwehr als Notsignal reserviert.


1944
Durch einen Brand, den eine Bombe ausgelöst hatte, wurde am 28. Dezember das Stallgebäude vom Stöcklbauer zerstört.

1945
Nach dem 2. Weltkrieg ....
Neuordnung und Aufstellung der Feuerwehren nach dem Zusammenbruch. Mit 4. Juni wurden in Bergheim die Feuerwehrzüge wieder ins Leben gerufen. Der Name war wieder Freiwillige Feuerwehr. 
Vom Bürgermeister Johann Oberholzer wurde Anton Kiechhammer (Tann-Bauer) als Orts- und Gemeindebrandmeister bestellt. 
In Lengfelden übernahm Silvester Oberholzner die Freiwillige Feuerwehr als Löschzugskommandant.

1946
Letzter Einsatz der Knaus-Pumpe am 2. Oktober 1946 , 16 Uhr 30, bei einem Brand in Weichenberg (Waberg Elixhausen). Die Pumpe war noch auf einen von Pferden gezogenen Wagen montiert.


1947
Umbau der Knaus-Pumpe von den Kameraden Matthäus Frimbichler und Paul Grössinger. Räder und Achse stammten von einem Flak- Fahrgestell.


1950
Am 6. Oktober fand in Lengfelden eine Groß-Alarmübung statt zu der viele Wehren des Flachgaues ausrückten. 
Alarm um 16 Uhr 45

1952
Das 50-jährige Gründungsfest der FF Lengfelden fand am 28. Juni 1952 statt. Bei dieser Feier wurde auch die zweite Fahne geweiht. Fahnenpatinnen waren Frau Amalia Dietz und Frau Helene Nußdorfer.
Bei der Sitzung der Feuerwehr Lengfelden am 30. Juli beim Zieglerwirt sah sich Brandmeister Kiechhammer veranlasst, der Trennung der Feuerwehr Lengfelden von der Gemeindefeuerwehr stattzugeben. Möglich wurde dieser Schritt erst durch die Zustimmung des Bezirksfeuerwehrinspektors des Flachgaues, Hans Stelzinger, der 1953 zuerst zum Landesfeuerwehrinspektor bestellt und im selben Jahr zum neuen Landesfeuerwehrkommandant gewählt wurde.

Am 7. September wurde wieder eine Wahl durchgeführt:
Löschzugs-Kommandant: Matthias Nußdorfer
Kassier: Johann Eberhartinger
Schriftführer: Theodor Kürzl
Zeugwarte: Josef Wimmer, Georg Sams.
Schriftführer Kürzl vermerkte in seinem Jahres- und Tätigkeitsbericht, daß ehemalige eifrige Lengfeldner Wehrmänner, nicht immer mit der Verschmelzung der Wehren in der Gemeinde einverstanden waren.

Am Tag der Wahl (7. Sept.) kam es zu einem Brand beim Gasthaus Windinggut.

1953
Am 10. Februar starb BI Hans Striemitzer im 85. Lebensjahr.

Am 16. November Brandeinsatz in Egg, Elixhausen.

1954
Am 30. April, dem Hochzeitstag des Besitzerehepaares Georg und Elisabeth Wörndl, brach ein Brand im Rauchenbichlgut aus.

Am 31. August Brandeinsatz beim Oberholzbauer, Elixhausen.

1955
Ankauf eines gebrauchten Opel-Blitz Lastwagens Baujahr 1939, der in Eigenregie zu einem Löschfahrzeug umgerüstet wurde. Der Aufbau wurde vom Bergheimer Wagner Johann Reiter durchgeführt. Martin Neuhofer stellte seine Werkstatt zur Verfügung. Die Spenglerarbeiten wurden vom Kameraden Matthäus Frimbichler, die Mechanikerarbeiten von Paul Grössinger und die Lackierarbeiten von Blasius Grössinger in unzähligen Arbeitsstunden ausgeführt. Die Vorfinanzierung dieses Fahrzeugs in einer finanzschwachen Zeit übernahm Matthias Nußdorfer (Brait-Bauer)


1956
Am 21. April um ca. 14 Uhr war ein Brand auf dem Braitgut des Matthias Nußdorfer ausgebrochen. Neben der FF Lengfelden und der Berufsfeuerwehr Salzburg standen noch acht weitere Wehren im Einsatz. Zwei Menschenleben waren dabei zu beklagen: Roman Stubhan und Josef Sperl, Aignerbauer in Elixhausen.
Der Chronist bezeichnet diesen Tag als einen der schwärzesten in der Geschichte der FF Lengfelden.

1962
Brand beim Gasthaus Hallinger

1963
Zweiter Brand beim Gasthaus Hallinger

1964
Am 15. September Brandeinsatz beim Käufl-Gut in Elixhausen.


1967
Am 29. August Brand beim Salmonbauer in Elixhausen.

Weitere Brandeinsätze am 3. September in Dürnberg, und am 6. September beim Schrankbaum, beide in Elixhausen.


1968
Letzter Einsatz des alten Opel-Blitz Löschfahrzeuges am 20. September bei einem Brand beim Märzen-Bauer in Elixhausen.
Nach einer VW-TS 750 wurde ein neues Lösch-Fahrzeug auf einem Opel-Blitz Fahrgestell angekauft.


1969
Heustadlbrand beim Gmachl in Bergheim.

Am 29. September wurde die Haarstube auf dem Braitgut des Matthias Nußdorfer durch einen Brand zerstört.

1971
Brand beim Bartlbauer

Am 14. Oktober zweiter Brandeinsatz beim Käufl in Elixhausen.


1974
Am 27. November Brandeinsatz bei der Firma Lesonal in Elixhausen.


1975
Gräfin Maria Theresia Ledochowska wurde am 19. Oktober von Papst Johannes Paul VI seelig gesprochen.

Am 7. April Brand in Obergrub, Elixhausen.

1977
Vom 25. bis 28. August fand das 75-jährige Gründungsfest unserer Wehr statt. Zu diesem Anlass wurde die Feuerwehrfahne restauriert und neu geweiht. Fahnenpatin war Frau Anna Maria Winklhofer. Fahnenmütter waren Frau Marianne Dietz und Frau Stefanie Nußdorfer.

Ende November Brand des Zuhauses in Dexgitzen.


1978
Das derzeit geltende Feuerwehrgesetz stammt vom 24. Mai 1978. Zusammen mit der Feuerwehrverordung von 1979 brachte es viele Neuerungen. Als Körperschaft öffentlichen Rechts scheint nur mehr der Landesfeuerwehrverband auf. Seit damals ist die Freiwillige Feuerwehr Lengfelden ein selbstständiger Löschzug der Ortsfeuerwehr Bergheim.
Ein Tank-Lösch-Fahrzeug 1000, ebenfalls auf einem Opel-Blitz Fahrgestell ,wurde gebraucht angekauft.

Am 22. Juni Suchaktion und Bergung eines toten Mannes (Mitterhofer) in Elixhausen.

1979
Am 28. November Brandeinsatz beim Rösslhuber Altbau in Elixhausen.


1980
Am 27. April wird das Tankfahrzeug feierlich geweiht.

Am 25. November Brandeinsatz in Schlipfenbach, Elixhausen.

Brand in Korb und beim Windhagauer (Kriechhammer).

1981
Am 5. März 1981 brach gegen Mitternacht im Bauzentrum Hannak ein Brand aus. Es war das größte Brandgeschehen in der Stadt Salzburg seit Kriegsende 1945. Die Lengfeldener Wehr stand bis in den späten Vormittag des nächsten Tages im Einsatz.


1982
Am 30. Mai kam es zu einer grossen Suchaktion mit 70 Männern der Feuerwehren Anthering, Bergheim und Lengfelden. Ein vierjähriger Bub hatte sich am Gitzen in einem Waldstück verirrt. Der Bub wurde von den Feuerwehrmännern Josef Streitfellner und Hans Schwertl gefunden.


1983
Bei der Jahreshauptversammlung kam es zu einem gänzlichen Wechsel in der Löschzug-Führung.
Johann Streitfellner wurde zum neuen Löschzugskommandanten gewählt.
Stellvertreter: Georg Rußbacher
Schriftführer: Hermann Gierlinger
Kassier: Ernst Grössinger.

Brand beim Hagenauerbauer und der Westbahnböschung

1984
Grossbrand bei den Wickmann-Werken

1985
Nach Ankauf eines geeigneten Grundstückes an der Mattseer-Landesstrasse wurde am 5. August mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses begonnen. Von den Feuerwehrkameraden wurden viele Arbeitsstunden geleistet.
Eine enorme Leistung erbrachte der neue Löschzugskommandant. Neben dem Neubau seines Bauernhauses organisierte er den Neubau des Feuerwehrhauses und legte selbst immer wieder Hand an.

1987
Der 10. Juli war ein grosser Tag in unserer Feuerwehr-Geschichte. Das neue Feuerwehrhaus wurde eingeweiht. Die Baukosten von ca. 5,7 Millionen Schilling wurden von der Gemeinde Bergheim übernommen. Ein Zuschuß von 400.000 Schilling wurde vom Landesfeuerwehrverband gewährt.
Zahlreiche Prominenz aus Politik und Feuerwehr nahm an dem Fest teil.
Eine besondere Neuheit: seit damals ist "Florian Lengfelden" überall zu hören.
Am Spätnachmittag des selben Tages (10. Juli) brach ein Brand beim Peterbauer in Elixhausen aus.

1988
Am 20. Juli Ausrückung zum Brand des Holzspänesilos der Firma Gessele in Elixhausen.

1989
In der Nacht vom 21. auf 22. Jänner kam es zu einer der größten Brandkatastrophen der letzten Jahre in Salzburg. Bei der Fa. Kaindl in Siezenheim standen einige Lagerhallen in Brand. Die Flammen waren bis Bergheim sichtbar.
Unsere Männer standen von Sonntag 1 Uhr früh bis Montag mit unserem Pumpenfahrzeug bei einer Temperatur von minus 6 Grad im Einsatz.

Am 19. September dritter Brandeinsatz beim Käufl-Gut in Elixhausen.

1992

  • Ein modernes Löschfahrzeug, ein RLF-A 2000, aufgebaut von der Fa. Seywald auf einem Mercedes-Benz-Fahrgestell wurde im Dienst gestellt.
  • Für Einsätze bei Verkehrsunfällen ist das Fahrzeug mit einer Bergeausrüstung, einer Seilwinde, einem Lichtmast u.v.m. ausgerüstet.
  • Am 5. Oktober stürzte ein Sattelzug , der mit einem Silo beladen war, auf der B 156 in einer Rechts-Kurve um. Ein 20 Tonnen schwere Mauer-Putz-Silo fiel auf das Führerhaus eines entgegenkommenden Lastkraftwagens. Der Lenker dieses Fahrzeugs wurde schwer verletzt.


1993

  • Am 8. August wurde das neue Rüst-Löschfahrzeug feierlich geweiht.
  • Am 15. Juli kam es zu einem der folgeschwersten Verkehrsunfälle in Lengfelden. Ein Ehepaar aus Anthering verbrannte dabei in seinem Fahrzeug.
  • Am 12. September wurden bei einem Massenunfall auf der Mattseer-Landesstrasse sieben Personen verletzt.
  • Am 15. November wurden die Judo-Europameisterin Yvonne Huber und ein Pensionist bei einem Frontalzusammenstoß schwer verletzt.


1997

  • Am 14. März brach ein Brand beim Ober-Girling Bauer (Fam. Kraihammer) in Elixhausen aus. Alarm um 3 Uhr 41 früh.


1998
Bei der Jahreshauptversammlung kam es abermals zu einem gänzlichen Wechsel in der Löschzugsführung.
Georg Ringerthaler wurde zum neuen Löschzugskommandanten gewählt.
Stellvertreter: Stefan Nußdorfer
Schriftführer: Christoph Brüderl
Kassier: Johann Pucher
Gleich nach der "Amtsübernahme" wurde ein neues Löschfahrzeug LF-A mit Allradantrieb und einer TS 1500 der Fa. Ziegler, mit VW-Polo Motor, in Betrieb genommen. Aufgebaut wurde das Fahrzeug ebenfalls von der Fa. Seiwald auf einem Mercedes-Benz-Fahrgestell.


1999

Das Löschfahrzeug wurde im Juni von Pfarrer Felix Königsberger feierlich geweiht.
Von der Ortsfeuerwehr wurde eine Feuerwehr-Jugendgruppe gegründet. Auch einige Mädchen und Burschen aus Lengfelden traten bei.

 

2008

  • Am 8. Juni wurde unser Bus Lengfelden von Pfarrer Königsberger gesegnet.


2018

  • Am 12 Mai gab es im zuge der Florianifeier einen Kommandantenwechsel auf Stefan Nußdorfer und Stv. Adolf Eichberger
  • Am 13 Juni wurde ein neues Notstromaggregat ESE 50 von Magirus Lohr vom Landesverband abgeholt.

 

KURZE GESCHICHTE DES FEUERWEHRWESENS IM LAND SALZBURG
von Johanna Milz-Lechner

Die Geschichte des Feuers ist auch die Geschichte des Feuerwehrwesens. Sie beginnt in der griechischen Mythologie- mit Prometheus, der den Göttern das Feuer stahl und es den Menschen vom Olymp brachte.
Mit dem ersten Schadenfeuer entstand der Gedanke des Brandschutzes in seiner abwehrenden und in seiner verhütenden Form. Später sollte dieser Gedanke auch Auswirkungen in der Gesetzgebung und im Versicherungswesen haben.

Ausgrabungen und Funde beweisen Brandkatastrophen schon in prähistorischer Zeit.
Zur Zeit der Römerherrschaft bildete unsere Heimat die Nordgrenze eines gewaltigen Weltreiches, das durch den Limes, den römischen Grenzwall, gesichert wurde. Die großen Kelten- und Römersiedlungen im Hinterland wurden fast ausnahmslos ein Raub der Flammen. In dieser gefährlichen Zeit lebte der Patron der Feuerwehr, der Heilige Florian. Und aus dieser Zeit stammen auch die ersten sicheren Zeugnisse, die mit dem Feuerwehrwesen in Zusammenhang stehen. 
Wer die Geschichte der Städte und Burgen des Mittelalters liest, kann sich in unserer, auch in punkto Brandsicherheit, durchorganisierten Zeit kaum vorstellen, welche Schrecken der Ruf "FEURIO !" auslöste, wenn er Nachts die engen Gassen der mittelalterlichen Städte durchgellte, bedeutete doch der Ausbruch eines Brandes in einem Haus meist die Vernichtung ganzer Stadtviertel. Da Versicherungen damals unbekannt waren, kamen die Betroffenen buchstäblich an den Bettelstab.
Unter dem Druck immer wiederkehrender Brandkatastrophen entstanden nach und nach die Feuerordnungen und damit die ersten Ansätze einer Brandabwehr und einer Brandverhütung.
Im Fürsterzbistum Salzburg war der Fürsterzbischof als Landesherr für die Ordnung im Lande zuständig. So wurden von ihm erstmals 1648 eine "Feuerordnung für die Märkte" und eine "Feuerordnung für die offenen Flecken und Dörfer" erlassen.
Die Spritzwerke jener Zeit waren sogen. Kastenspritzen, also Hebelpumpwerke mit einfachen Kolben, aus welchen der Wasserstrahl mit einem "Wendehals" gegen den Brandherd gerichtet wurde.


Eine wesentliche Besserung brachte die Einführung des Windkessels um 1655 . Ein Fortschritt für das Löschwesen in ganz Europa war die Erfindung des Feuerwehrschlauches durch den Holländer Van der Heyde in den Jahren 1672 - 1712. Nach der Form der Schläuche benannte er seine Erfindung "Schlangenspritzen". Er verbesserte seine Schlangen durch Einführung von Schlauchverbindungen, die bezeichnenderweise "Holländer" genannt wurden.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte man, daß alle bisherigen Vorkehrungen zur Brandbekämpfung ungenügend wären. Und so stellten zunächst Turnvereine eigene Feuerwehrabteilungen auf. Aus diesen bildeten sich Anfang 1860 jene Freiwilligen Feuerwehren , auf deren Schultern die Brandbekämpfung in Österreich auch heute noch im wesentlichen ruht.

Im Land Salzburg zeigten sich die ersten Ansätze zu einem freiwillig organisierten Löschwesen 1864 in Oberndorf. Die Anregung war aus dem gegenüberliegendem bayrischen Ort Lauffen gekommen, wo bereits eine Feuerwehr bestand. In den nächsten Jahren kam es zu Feuerwehrgründungen in Straßwalchen (1867), Zell am See (1868), Hallein (1870) und schliesslich 1902 Lengfelden.

Bald nach Entstehen der ersten Freiwilligen Feuerwehren zeigte sich das Bedürfnis nach Zusammenarbeit, und so kam es 1877 zur Gründung der "Freien Vereinigung der Feuerwehren des Salzachgebietes". Obmann dieser Vereinigung wurde Julius Haagn.
Die Landesbehörden betrachteten das Entstehen der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Schoß der Turnvereine zunächst mit Misstrauen und sie taten nichts zur Förderung dieser Entwicklung.
Erst am 19. November 1876 fand im Rathaussaal eine Versammlung statt, in der erstmalig die Grundzüge eines Feuerwehr- und Feuerpolizeigesetzes erörtert und über die Bildung eines Landes-Feuerwehrverbandes verhandelt wurde. Die erste Feuerpolizei- und Feuerwehrverordnung für das Herzogtum Salzburg trat am 1.Jänner 1881 in Kraft. Auf Grund dieses Gesetzes wurde am 17. März 1881 auch das "Vereins-Grundgesetz für den Landesverband der freiwilligen Feuerwehren des Herzogthumes Salzburg" beschlossen.


Die Arbeit des Landes-Feuerwehrverbandes fand ihren Niederschlag in den Landesverbandstagen, auf welchen Fragen der Organisation, der Löschtaktik, der Zusammenarbeit mit dem Versicherungswesen u.s.w. entschieden wurden.

1925 starb Julius Haagn. Volle 49 Jahre stand er den Salzburger Feuerwehren vor. In diese Zeit fiel der Aufbau des Feuerwehrwesens im Land Salzburg.
Eine mächtige Förderung im technischen Teil erfuhr das Feuerwehrwesen anläßlich einer Feuerwehr- und Rettungstagung 1925. Diese Veranstaltung erstreckte sich über zwölf Tage.
In den Jahren 1932 - 1938 war es noch möglich, jede Politik aus dem Feuerwehrwesen fernzuhalten. Doch nach dem "Anschluss" am 13. März 1938 gab es große Umwälzungen : die Freiwilligen Feuerwehren wurden aufgelöst und in die Feuerschutzpolizei übergeleitet. Belief sich der Mannschaftsstand 1938 noch auf rund 12.700 Mann, so begann er durch das Ausscheiden verdiender Mitglieder und Einberufungen zum Wehrdienst rasch zu sinken. 
Der Rettungsdienst wurde den Feuerwehren entzogen und dem Roten Kreuz angegliedert.
Dann kam der 2. Weltkrieg, Stadt und Land Salzburg hatten durch Bombenangriffe sehr zu leiden. Allein im Jahr 1944 gab es 129 Grossbrände und die Feuerwehren hatten schwere und gefährliche Arbeit zu leisten. Eine Reihe von Feuerwehrmännern kam dabei ums Leben.
Unmittelbar vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen wurde auf die benachbarte Grenzstadt Freilassing ein verheerender Bombenangriff ausgeführt. Zur Bekämpfung dieses Riesenbrandes mussten 30 bayerische und Salzburger Feuerwehren zusammengezogen werden.
Am 18. Mai 1945 wurde durch den Sicherheitsoffizier der amerikanischen Truppen und im Einvernehmen mit der neuen Salzburger Landesregierung der seinerzeitige Landesinspektor für Feuerwehr- und Rettungswesen Oberst Oswald Prack veranlasst, diese Stelle wieder zu übernehmen. Der Mannschaftsstand war auf 6900 Mann gesunken.
Zunächst galt es, das Feuerwehrwesen soweit wie möglich in die altgewohnte Form überzuführen. Am 6. August 1953 wurde Johann Stelzinger zum Landesfeuerwehrinspektor bestellt. Durch eine Gesetzesänderung führte Stelzinger ab 2. August 1954 die Salzburger Feuerwehren als Landesfeuerwehrkommandant. Als Aufsichtsorgan des Landes wurde 1955 Dipl.Ing. Johann Leiningen-Westerburg zum Landesfeuerwehrinspektor bestellt.

Nach dem plötzlichen Tod von Hans Stelzinger 1971 wurde der Pinzgauer Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Somvi neuer Landesfeuerwehrkommandant.
1978 trat das heute gültige Salzburg Feuerwehrgesetz in Kraft.
Die Errichtung einer eigenen Landesfeuerwehrschule, die am 16. Juni 1984 in Salzburg-Maxglan eröffnet wurde, war das Hauptanliegen von Ing. Harald Ribitsch als Landesfeuerwehrkommandant .
Seit Mai 1996 hat nun sein Nachfolger LBD Anton Brandauer die Verantwortung für den Landesfeuerwehrverband übernommen.

Quellen: Stanke, Peter: Österr. Feuerwehrbuch
Muhr/Schinnerl: Das Jubiläums-Jahr 1981

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